Ernte
Die Ernte ist im Gemüsebau ein besonders sensibler Moment. Denn jetzt kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Er entscheidet mit darüber, wie frisch, aromatisch und haltbar ein Gemüse ist. Je nach Sorte braucht es dafür viel Erfahrung, ein gutes Auge und oft auch echte Handarbeit. Laut AMA werden etwa heimische Rispentomaten bis zur Vollreife an der Pflanze belassen und erst dann von Hand geerntet. Auch bei Brokkoli zeigt sich, wie entscheidend das Timing ist: Geerntet wird, solange die Knospen noch geschlossen sind.
Für den Gemüsebau in Nordtirol spielen auch die regionalen Bedingungen eine wichtige Rolle. Das Gemüse kann hier teils vier bis sechs Wochen früher geerntet werden als in anderen Regionen. Verantwortlich dafür ist der Föhn, der für eine schnellere Trocknung der Böden sorgt und damit frühe Aussaaten und günstige Wachstumsbedingungen ermöglicht.
Nach der Ernte wird das Gemüse bis zum Verkauf in speziellen Kühlräumen gelagert. Das hilft, Frische und Qualität zu erhalten. Um möglichst lange heimisches Gemüse anbieten zu können, wird außerdem versucht, die Liefersaison auszudehnen. Das gelingt zum Beispiel durch eine Verlängerung der Anbauphase mit Hilfe von Abdeckmaterial und durch die Lagerung geeigneter Gemüsearten in Kühlräumen.
Ernte bedeutet also nicht einfach nur, Gemüse vom Feld zu holen. Es bedeutet, den besten Zeitpunkt für Qualität, Geschmack und Haltbarkeit zu erkennen. Genau darin zeigt sich das Wissen und die Erfahrung unserer Gemüsebäuerinnen und Gemüsebauern.
Österreich verfügt zudem über eine große Vielfalt an Gemüsesorten. Die wichtigsten Sorten lassen sich grob folgenden Gruppen zuordnen: Fruchtgemüse, Kohlgemüse, Zwiebelgemüse, Blattgemüse, Wurzelgemüse und Stängelgemüse.
Quelle: bmluk.gv.at, ratgeber.amainfo.at
Schon gewusst ...?
... dass Paradeiser in Österreich die beliebteste Gemüsesorte ist?
Quelle: RollAMA
